World of Warcraft Forever startete mit Warteschlangen und anfänglichen Ausfällen, doch die Server überstanden die erste Stunde

- In den ersten Minuten berichteten Spieler von Warteschlangen und vorübergehend nicht verfügbaren Anmelderegeln.
- Blizzard meldete Probleme bei der Zahlungsabwicklung und eine hohe Auslastung der Website.
- Eine Stunde später bemerkte der Blogautor weder Verzögerungen noch Ausfälle, doch einzelne Probleme bestanden weiterhin.
Start unter hohen Erwartungen
World of Warcraft Forever wurde wie geplant am 4. November um 18:00 Uhr US-Ostküstenzeit beziehungsweise um 15:00 Uhr Pazifikzeit eröffnet. Schon vor dem Start war das Interesse an der neuen Version von Azeroth offenbar groß: Laut den Entwicklern hatte der Betatest „die verrücktesten Zahlen“ seit 17 Jahren gezeigt. Das weckte große Erwartungen, rückte aber zugleich die Stabilität der Server in den Mittelpunkt der Fragen am ersten Abend.
Die Zugangsvoraussetzungen vor dem Start unterschieden sich von denen während der Beta. Damals blieb die Charakterstufe selbst nach einer Erhöhung der Obergrenze auf 30 beschränkt, und die meisten Interessierten benötigten das teure Skyborne-Paket – ausgenommen waren Teilnehmer bestimmter Aktionen. Nach der Eröffnung der Server sollten ein aktives WoW-Abonnement oder ein Einladungscode von einem Freund die Voraussetzung fürs Spielen sein. Daher könnte die Zahl derjenigen, die sich einloggen wollten, deutlich steigen.
Der Autor des Liveblogs hatte im Voraus gewarnt, dass der Start unruhig verlaufen könnte: Probleme traten bereits beim Öffnen des Namensreservierungssystems auf. Damals konnten Spieler aus Europa mehrere Stunden lang nicht einloggen, während in den USA von langen Warteschlangen und Verbindungsabbrüchen berichtet wurde. Das waren Gründe, den Start aufmerksam zu verfolgen, aber kein Beweis dafür, dass sich dieselben Probleme zwangsläufig wiederholen würden. Der wichtigste Test für Forever ist, wie die Server einer hohen Auslastung standhalten.
Die ersten Minuten: Warteschlange und nicht verfügbare Regeln
Unmittelbar nach dem Start sah der Autor eine Warteschlange, in der zunächst 128 Personen standen. Er kam schnell hinein, doch anschließend meldete das Menü, dass vorübergehend keine Regelvarianten verfügbar seien. Später wurden bereits 2135 Spieler vor ihm in der Warteschlange angezeigt, und die offiziellen Foren waren zu diesem Zeitpunkt nicht erreichbar. Diese Beobachtungen zeigen, wie schnell sich die Lage in den ersten Minuten veränderte, beschreiben für sich genommen aber nicht die Erfahrung jedes einzelnen Spielers.
Der Ausfall im Rulesets-Menü betraf nicht alle gleichermaßen, doch Blizzard bestätigte, dass man das Problem kenne und an die Entwickler weitergeleitet habe. Im Blog hieß es, viele hätten den Fehler umgehen können, indem sie das Spiel schlossen und sich erneut in die Warteschlange einreihten. Das bedeutete, erneut auf eine Verbindung warten zu müssen, wobei sich die Warteschlangen nach Beobachtung des Autors damals recht schnell bewegten. Er schränkte ausdrücklich ein: Das Tempo könne sich später geändert haben, daher könne man diese Umgehung nicht als garantierte Lösung betrachten.
Um 18:13 Uhr gelang es dem Autor, sich ins Spiel einzuloggen. Laut Forenberichten wurden jedoch einige Nutzer bereits auf dem Bildschirm zur Charakterauswahl getrennt. Gegen 18:23 Uhr sah er weiterhin Beschwerden über einen grauen Rulesets-Bildschirm, und um 19:22 Uhr berichtete er, dass manche Spieler in diesem Menü festsaßen; eine neue Mitteilung von Blizzard zum Status genau dieses Fehlers gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Dass sich einige erfolgreich verbinden konnten, bedeutete also nicht, dass das Problem für alle behoben war.
Auslastung, Zugang und technische Probleme
Eine Stunde nach dem Start machte die Serverleistung auf den Autor einen guten Eindruck: Er bemerkte keine nennenswerten Verzögerungen und wurde selbst nicht getrennt. Im Startgebiet Tirisfal waren jedoch sehr viele Spieler unterwegs, und für eine der ersten Quests musste er sich mit vier weiteren Personen zusammenschließen. Im Blog wurde außerdem über Schwierigkeiten beim Einloggen und verschwundene reservierte Charaktere berichtet, sodass sich insgesamt ein uneinheitliches Bild ergab.
Schwierigkeiten traten nicht nur beim Verbinden mit den Spielservern auf. Blizzard meldete Probleme bei der Zahlungsabwicklung, durch die einige Nutzer kein für das Spielen erforderliches Abonnement abschließen konnten. Das Unternehmen führte auch die Website-Probleme auf das hohe Traffic-Aufkommen zurück und empfahl, es weiter zu versuchen oder ein paar Minuten zu warten. Das ist für die Bewertung des Starts wichtig: Selbst wenn die Spielwelt einwandfrei läuft, hilft das denjenigen nicht, die den Bezahlvorgang nicht abschließen oder die Website nicht öffnen können.
Einzelne Spieler berichteten, dass die Erstellung neuer Horde-Charaktere auf PvP-Servern wegen der hohen Nachfrage deaktiviert wurde. Der Autor schilderte auch eine eigene Beobachtung: In der Startzone waren so viele Untote, dass für die erste Quest eine Gruppe nötig war. Außerdem erschien in den Foren ein Thread über Time-outs von AMD-Treibern, nach denen laut dem Verfasser ein schwarzer Bildschirm auftrat und ein vollständiger Neustart des Systems erforderlich war. Die Ursache wurde nicht ermittelt; es wurde vermutet, dass das Problem möglicherweise bei AMD lag.
Was der Start zeigte und was noch unklar ist
Nicht alle Startberichte drehten sich um Fehler. Als der Autor Brill erreichte, bemerkte er die verbesserte Beleuchtung und lobte die grafischen Änderungen sehr. Spielern, deren Hardware es zulässt, empfahl er, für kurze Zeit die maximalen Einstellungen auszuprobieren. Das ist der subjektive Eindruck eines einzelnen Spielers und kein technischer Leistungstest. Er berichtete außerdem, dass das Spiel auf seinem Computer mit einer Nvidia-Grafikkarte problemlos lief. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, wie sich das Spiel auf allen Systemen verhält.
Vor der Öffnung der Server stellte Blizzard eine legendäre Heilwaffe vor: Taldramir, The Whispering Wood. Nach Angaben des Unternehmens wurde sie in Zusammenarbeit mit Weta Workshop geschaffen. Im Teil des Blogs vor dem Start wurde auch Unmut über die Änderungen in den Patchnotes erwähnt: Die Discord-Community der Schamanen wurde aus Protest geschlossen. Diese Details zeigen, dass sich die Diskussion um das Spiel nicht nur um Warteschlangen drehte. Die Quelle sagt jedoch nicht, ob der Streit um die Klasse den Start selbst oder die Reaktion der Spieler nach dem Einloggen beeinflusste.
Die erste Stunde bot ein gemischtes, aber nicht eindeutig negatives Bild: Der Autor konnte sich anmelden und bemerkte keine Verzögerungen, während einige Nutzer weiterhin mit dem Regelmenü, Verbindungsabbrüchen, Zugangsproblemen und Schwierigkeiten bei der Bezahlung zu kämpfen hatten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war unklar, wie lange die einzelnen Störungen andauern würden und ob sich die Wartezeiten bei weiterer Auslastung ändern würden. Daher lässt sich die frühe Beobachtung eines stabilen Serverbetriebs nicht als abschließende Bewertung des gesamten Starts oder als Garantie dafür verstehen, dass alle Spieler dieselben Erfahrungen machen.
Quelle: IGN




