Street Fighter: Wie kann es eine Erklärung für das Ende geben, wenn es keines gibt?

- Der Film "Street Fighter" schließt die Haupt-Handlungsstränge nicht ab.
- Das Ende lässt viele Fragen über das Schicksal der Charaktere offen.
- Der Film enthält eine Szene nach den Credits mit Animation.
Street Fighter: Wie kann es eine Erklärung für das Ende geben, wenn es keines gibt?
Der Film "Street Fighter" kehrt erneut auf die große Leinwand zurück und präsentiert die dritte Live-Adaption des beliebten Videospiels. Die Handlung konzentriert sich auf die alten Freunde Ken und Ryu, die sich wieder treffen, als sie eingeladen werden, am zweiten World Warrior-Turnier teilzunehmen, das von dem Diktator M. Bison organisiert wird. Doch trotz der Erwartungen erfüllt der Film die Hoffnungen nicht und lässt die Zuschauer mit vielen Fragen zur Vollständigkeit der Handlung und dem Schicksal der Charaktere zurück.
Die Hauptintrige des Films besteht darin, dass das Turnier tatsächlich nur eine Tarnung für einen umfassenderen Plan von Bison ist, der die Kraft von Ryu erlangen möchte. Dennoch scheint das Turnier selbst nebensächlich zu sein, und viele wichtige Kämpfe finden im Hintergrund statt. Zum Beispiel sehen die Zuschauer nicht, wie Guile gegen Vega verliert, und Zangief verschwindet nach der ersten Szene ganz aus der Handlung, was bei den Fans Verwirrung stiftet.
Ken, obwohl er einige bedeutende Kämpfe hat, nimmt letztendlich nicht am Finale teil, da er geht, um Ryu zu retten. Dies führt dazu, dass Joe, der keinen einzigen Kampf führt, der offizielle Gewinner des Turniers wird. Dieser Ansatz zur Handlung sorgt für Unmut, da die Zuschauer erwarten, mehr Kämpfe und Interaktionen zwischen den Charakteren zu sehen.
Handlung und Charaktere
Der Film leidet auch unter einem Mangel an Abschluss. Nachdem Ryu auf Akuma trifft, der Joe tötet, wird er unerwartet zu "Evil Ryu" und beginnt, gegen Akuma zu kämpfen. Statt den Konflikt mit Bison zu beenden, endet der Film jedoch auf einer unbestimmten Note und lässt die Zuschauer im Unklaren über das weitere Schicksal der Helden und Schurken.
Das Ende des Films wirkt wie etwas Unvollendetes. Nachdem die Helden im Auto sitzen und "It's Raining Men" singen, bleiben die Zuschauer ohne klares Verständnis darüber, was als Nächstes passiert. Bison und seine Handlanger verschwinden einfach, und anstelle des erwarteten finalen Kampfes endet der Film auf einer leichten Note, was bei den Fans Enttäuschung auslöst.
Darüber hinaus gibt es im Film eine Szene nach den Credits, die die Zuschauer zu den Animationssegmenten zurückführt, die zu Beginn und im Verlauf des Films verwendet wurden. Diese Szene enthält keinen Dialog und zeigt, wie Ryu Sagat im ersten Turnier besiegt, was das Fehlen einiger wichtiger Charaktere im Hauptteil des Films unterstreicht.
Unzulänglichkeiten im Turnier
Trotz interessanter Momente und Charaktere wie Ken, Ryu und Chun-Li kann der Film nicht mit einer vollständigen Entwicklung der Handlung aufwarten. Die Zuschauer erhalten kein zufriedenstellendes Ende, und viele Handlungsstränge bleiben offen, was die Fans der Franchise enttäuschen könnte.
Der Film "Street Fighter" zeigt ebenfalls viele Bösewichte, darunter Bison, Akuma und andere. Ihr Zusammenspiel und ihre Entwicklung bleiben jedoch unzureichend ausgearbeitet. Zum Beispiel erscheint Akuma, der ein wichtiger Antagonist ist, am Ende, aber seine Rolle wird nicht angemessen enthüllt, was die Zuschauer verwirrt zurücklässt.
Aus der Perspektive der Charaktere nutzt der Film nicht das volle Potenzial seiner Helden. Chun-Li, die eine zentrale Figur sein könnte, erhält nur begrenzte Bildschirmzeit, und ihr Konflikt mit Cammy bleibt ungelöst. Das vermittelt das Gefühl, dass der Film nicht alle Möglichkeiten ausschöpft, um eine spannende Handlung zu schaffen.
Das Ende und die Szene nach den Credits
Insgesamt hinterlässt "Street Fighter" die Zuschauer mit vielen Fragen und Unzufriedenheit über den Mangel an Vollständigkeit. Der Film bietet kein klares Finale, und viele Handlungsstränge bleiben offen, was bei den Fans Enttäuschung hervorrufen kann. Das vermittelt den Eindruck, dass der Film mehr auf die Schaffung einer Fortsetzung abzielt als auf den Abschluss der aktuellen Geschichte.
Trotz aller Mängel kann der Film dennoch die Aufmerksamkeit der Fans der Franchise aufgrund bekannter Charaktere und Elemente auf sich ziehen. Für ein breiteres Publikum könnte jedoch das Fehlen von Vollständigkeit und einer klaren Handlung ein ernsthaftes Hindernis für das Verständnis darstellen.
Letztendlich stellt "Street Fighter" ein interessantes, aber unzureichend ausgearbeitetes Projekt dar, das die Zuschauer verwirrt zurücklässt. Die Szene nach den Credits könnte auf eine zukünftige Fortsetzung hindeuten, aber in seiner aktuellen Form kann der Film nicht mit einem vollständigen Abschluss aufwarten, was ihn für die Zuschauer weniger attraktiv macht.
Quelle: IGN




