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World of Warcraft Forever: Der Start-Patch überarbeitet Klassen und bringt vollständige Controller-Steuerung

AutorRedaktionsteam Heute, 18:24 0
World of Warcraft Forever: Der Start-Patch überarbeitet Klassen und bringt vollständige Controller-Steuerung
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Kurz gesagt
  • Blizzard hat Fähigkeiten und Talente der Klassen aktualisiert, um ihre Unterschiede stärker hervorzuheben und ein eigenständiges Kampfsystem für Forever zu schaffen.
  • Die vollständige Controller-Unterstützung wird jetzt für alle Aspekte des Spiels angekündigt; die Beta-Version wies Einschränkungen und Fehler auf.
  • Eine größere Balance-Anpassung ist geplant, sobald Daten gesammelt wurden. Der Start ist für den 4. November um 15:00 Uhr Pazifikzeit angesetzt.

Das Start-Update schlägt für WoW Forever einen eigenen Kurs ein

Blizzard hat nach Abschluss des Betatests die Patchnotes für die Startversion von World of Warcraft Forever veröffentlicht. Der Großteil des Updates betrifft die Klassen: Die Entwickler haben Fähigkeiten und Talente überarbeitet, damit das Kampfsystem des Spiels nicht einfach frühere Entscheidungen aus der WoW-Geschichte wiederholt. Wie sie erklären, sollen die Besonderheiten jeder Klasse stärker zur Geltung kommen und jede Klasse eine eigene Rolle erhalten, statt eine vollständige numerische Gleichstellung aller Varianten anzustreben.

Die Entwickler merken an, dass der Versuch, die Klassen während der Beta auf dem für Classic typischen Stärkeniveau zu halten, die weitere Designarbeit einschränkte: Neue Elemente mussten durch die Abschwächung anderer Dinge ausgeglichen werden. Dadurch wirkten einige bekannte Fähigkeiten nicht überzeugend genug, während bestimmte Ideen gar nicht erst umgesetzt werden konnten. In den letzten zwei Wochen der Beta erhöhte Blizzard den Schaden der Klassen im gesamten Spiel und die Gesundheit hochstufiger Kreaturen, um mehr Spielraum für Anpassungen zu schaffen.

Ein weiteres Beispiel für einen Richtungswechsel ist der Schamane: Einige seiner Fähigkeiten, darunter Lavaeruption, wurden gestrichen, um die Spezialisierung „Elementar“ stärker auf Blitze auszurichten. Blizzard räumte außerdem ein, sich in manchen Fällen zu schnell an Lösungen aus den Zeiten von Burning Crusade und Wrath orientiert zu haben, statt Mechaniken für das Forever-Modell zu entwickeln. Das zeigt, dass das Update nicht nur Zahlen anpasst: Das Studio versucht, andere Prioritäten zu setzen und dem Kampfsystem einen eigenen Charakter zu verleihen, der sich von früheren Versionen unterscheidet.

Die Klassenbalance bleibt bis zu den Schlachtzügen von größeren Änderungen verschont

Zu den in den Anmerkungen genannten Beispielen gehören auch umfangreiche Änderungen am Druiden. Aufschlitzen wird zu einem Talent der Spezialisierung „Wilder Kampf“ statt zu einer allgemeinen Fähigkeit aller Druiden; der Bedrohungsbonus der Bärengestalt steigt von 50 auf 115 Prozent. Bei mehreren Angriffen in Katzengestalt wurden die Schadenskoeffizienten erhöht: So stieg etwa der Anteil des Waffenschadens bei Schreddern von 155 auf 200 Prozent. Diese Anpassungen zeigen, wie umfassend nicht nur einzelne Fähigkeiten, sondern auch ganze Spezialisierungen betroffen sind.

Die Überarbeitung betraf auch den Jäger. Der zusätzliche Schaden von Gezielter Schuss wurde auf allen Rängen um etwa 110 Prozent erhöht, während der Grundschaden von Arkaner Schuss um etwa 30 Prozent gestiegen ist. Außerdem wurde der Angriffsmultiplikator dieser Fähigkeit verbessert. Fallen haben nun eine gemeinsame Abklingzeit von 30 Sekunden statt separater Abklingzeiten für Feuer- und Frostfallen. Diese Details sind wichtig, um das Ausmaß des Patches zu verstehen: Er verändert gleichzeitig die Stärke von Fähigkeiten und die Regeln für ihren Einsatz.

Die Anmerkungen enthalten auch systemische Klassenanpassungen: Die Kosten für das Erlernen von Fähigkeiten auf Stufen von eins bis sechzig betragen für jede Klasse nun zwischen 206 und 207 Gold, wobei die Ausgaben des Hexenmeisters für Begleitergrimoires eine Ausnahme darstellen. Neu erlernte Zauber werden nicht mehr automatisch auf den Aktionsleisten abgelegt. Diese Änderungen ersetzen keine großen Überarbeitungen, beeinflussen aber die alltägliche Entwicklung des Charakters und die Art, wie Spieler ihre Benutzeroberfläche nach dem Erlernen neuer Fähigkeiten organisieren.

Controller werden vollständig unterstützt

Blizzard plant zwischen dem Spielstart und der Öffnung der Raids im nächsten Monat keine umfassende Balance-Anpassung – abgesehen von Fehlerbehebungen und Fällen, in denen etwas stark aus dem Rahmen fällt. Die Entwickler sind der Ansicht, dass sich die Balance allein anhand der Beta nicht ausreichend beurteilen lässt: Der eigentliche Test beginnt erst im Spiel. Damit bleiben die ursprünglichen Einstellungen zunächst bestehen. Kleinere Klassenanpassungen sind jedoch möglich, falls Fehler oder besonders problematische Fälle entdeckt werden.

Eine größere Überarbeitung der Balance wird erwartet, sobald dem Studio Daten zu Charakteren vorliegen, die Stufe 30 überschritten haben und an verschiedensten Inhalten teilnehmen. Blizzard spricht von umfangreichen späteren Anpassungen auf Grundlage dieser Daten, nennt aber weder einen konkreten Termin noch das Ausmaß der künftigen Änderungen. Die aktuellen Hinweise stellen daher nicht die endgültige Balance für die gesamte Lebensdauer des Spiels dar, sondern bilden den Ausgangspunkt. Die Entwickler rechnen damit, dass sich die Klassen in den kommenden Monaten und Jahren weiter verändern werden.

Eine praktische Folge des vorsichtigen Zeitplans ist, dass die Spieler zu Beginn Klassen unter Bedingungen beurteilen müssen, die noch nicht durch eine große Zahl von Spielern getestet wurden. Blizzard verknüpft künftige Entscheidungen ausdrücklich damit, wie die Spieler die Level durchlaufen und die verschiedenen Arten von Inhalten kennenlernen. In den Anmerkungen werden außerdem Korrekturen an einzelnen Fähigkeiten und Grundwerten beschrieben. Das bedeutet: Der angekündigte Verzicht auf größere Änderungen ist kein Versprechen, das Spiel unverändert zu lassen. Fehlerbehebungen sind davon unabhängig vorgesehen.

Volksfähigkeiten und Fehlerbehebungen vor dem Start

Ein weiterer bemerkenswerter Teil des Updates ist die Controller-Unterstützung. Laut Blizzard ist sie inzwischen voll funktionsfähig, und ein Gamepad kann nun in allen Bereichen des MMOs verwendet werden. In der Beta funktionierten Controller bereits, doch die Funktion befand sich noch im Alpha-Stadium und wies Einschränkungen und Fehler auf. Nun ist von einem ausgereifteren Zustand die Rede, auch wenn sich anhand der veröffentlichten Informationen nicht feststellen lässt, inwieweit alle zuvor entdeckten Probleme behoben wurden.

Die Gamepad-Unterstützung hat auch Xbox auf den Plan gerufen: Das Unternehmen veröffentlichte einen eigenen Beitrag über Controller in Forever und beschrieb sie als Möglichkeit, das Spiel neu zu erleben. Der Autor des Originalbeitrags will das MMO auf der Xbox Ally X spielen, während er fernsieht. Die Steuerungsoberfläche erinnerte ihn dabei an die von Final Fantasy XIV, was die Frage nach einer möglichen Veröffentlichung für Xbox Series X aufwarf. Das ist eine Vermutung des Autors und keine bestätigte Ankündigung von Blizzard oder Xbox.

Vor dem Start schwächte Blizzard außerdem die Volksfähigkeiten ab: Bei Zwergen und Orcs wurde jeweils eine passive Fähigkeit entfernt, und passive Fähigkeiten mehrerer anderer Völker wurden abgeschwächt. So erhöht die Fähigkeit „Rücksichtslos“ der Menschen die kritische Trefferchance jetzt um ein Prozent statt um zwei; bei den Trollen wurde dagegen die Dauer von „Berserker“ verlängert. Zu den Änderungen gehören außerdem eine Verkürzung des Debuffs für das Verlassen des Spiels auf 40 Sekunden und eine Verringerung der Betäubungsdauer von drei auf 2,5 Sekunden. Der Start ist für den 4. November um 15:00 Uhr pazifischer Zeit angesetzt.

Quelle: IGN

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