Zach Cregger erklärt den Ärger über die Debatten rund um den Film Resident Evil

- Kregger ärgerte, dass sich die Diskussion über Resident Evil auf die Werktreue gegenüber den Spielen konzentrierte und nicht auf den Film.
- Der Film startete mit 108 Millionen Dollar und spielte später weltweit mehr als 400 Millionen ein.
- Der Regisseur spielte mit Ideen für eine Fortsetzung, sprach aber auch von seinem Wunsch, sich von Franchises abzuwenden; sein nächster Film ist The Flood.
Die Debatte über die Werktreue gegenüber den Spielen überschattete das Gespräch über den Film
Zach Cregger, Regisseur der Filme Barbarian und Weapons, erklärte, warum ihn die Diskussion über die Verfilmung von Resident Evil frustrierte. Im Podcast The Town with Matthew Belloni sagte er, dass sich ein großer Teil des Gesprächs seiner Meinung nach nicht um den Film selbst drehte. Im Mittelpunkt standen die Erwartungen der Fans an die Spiele und die Frage, ob der Film ihren Vorstellungen von der bekannten Reihe entsprach – und nicht, wie die neue Filmgeschichte funktioniert.
Cregger zählte die Fragen auf, die die Diskussion bestimmten: ob der Film bekannte Figuren verwendet, was genau er an der Lore ändert und wie nah er der Vorlage bleibt. Einige Zuschauer fragten, warum der Film den Spielen nicht ähnlicher sei, andere diskutierten darüber, ob es gut sei, dass er sich von ihnen unterscheide. Der Regisseur hatte den Eindruck, dass bei einer solchen Diskussion zu wenig Raum blieb, den Film als eigenständiges Werk und seine eigenen Entscheidungen zu beurteilen.
Vor der Premiere diskutierten Kritiker und skeptische Zuschauer darüber, wo Leon bleibt, warum es in Raccoon City schneit und wozu die Figur von Austin Abrams ein Smartphone braucht. Cregger erklärte, er habe sich im Interesse der Filmqualität kreative Freiheiten genommen. Das zerstreute jedoch nicht die Sorgen der Fans, die vertraute Gesichter und Orte auf der Leinwand sehen wollten. Später räumte er ein, naiv gewesen zu sein, als er einen anderen Verlauf der Diskussion erwartet hatte.
Das Einspielergebnis fiel stark aus
Die Bedenken rund um den Film hielten bis kurz vor dem Start an: Ein Teil des Publikums zweifelte weiterhin daran, wie die endgültige Fassung ausfallen würde. Die Premiere fand am 18. September statt, und die anschließende Resonanz fiel besser aus, als Kritiker vor dem Kinostart hätten erwarten können. Cregger selbst sagt, dass er den Film liebt und stolz auf ihn ist. Das macht den Konflikt vor dem Start nicht ungeschehen, zeigt aber die Kluft zwischen den Sorgen rund um die Verfilmung und der Reaktion auf den Film nach seinem Start.
Zum Start spielte Resident Evil weltweit 108 Millionen Dollar ein. Bei einem angegebenen Budget von 75 Millionen wurde dieses Debüt als gelungener Auftakt bezeichnet, doch damit waren die Einnahmen nicht erschöpft: Auch in den folgenden Wochen strömten weiterhin Zuschauer in die Kinos. Bis zum Ende des Halloween-Wochenendes überschritt das weltweite Gesamtergebnis 400 Millionen Dollar. Diese Zahlen sprechen für einen bemerkenswerten kommerziellen Erfolg, legen für sich genommen jedoch nicht die gesamte finanzielle Bilanz des Films offen.
Der Film erhielt gute Kritiken: IGN bewertete ihn mit 8 von 10 Punkten. Im Artikel wird außerdem festgestellt, dass das allgemeine Kinopublikum die verschneite Version von Raccoon City insgesamt positiv aufnahm. Diese Resonanz steht neben der lautstarken Kritik eines Teils der Fans vor der Premiere. Daher sollte die Debatte um die Adaption nicht mit einer einhelligen Reaktion des gesamten Publikums gleichgesetzt werden: Die Quelle beschreibt unterschiedliche Gruppen und verschiedene Phasen der Rezeption.
Eine Fortsetzung ist möglich, aber nicht bestätigt
Die Situation machte ein praktisches Spannungsfeld deutlich, mit dem der Regisseur einer bekannten Videospielreihe konfrontiert ist: Die Fans erwarten vertraute Details, während der Regisseur der Geschichte eine eigene Form geben möchte. Im Fall von Cregger überschatteten die Diskussionen über Figuren und Lore die Frage, was der Film eigentlich zu bieten hat. Die Quelle behauptet jedoch nicht, dass der Regisseur die Verbindung zu den Spielen vollständig kappen wollte; es geht um kreative Abweichungen und aufeinanderprallende Erwartungen.
Cregger macht keinen Hehl daraus, dass die Diskussion für ihn schwieriger war, als er erwartet hatte. Er räumt ein, dass ihm von vornherein hätte klar sein müssen, wie sehr sich die Debatte auf das Verhältnis des Films zur Vorlage konzentrieren würde, und war dennoch überrascht. Diese Erfahrung könnte sich auf die Wahl seiner nächsten Projekte auswirken: Der Regisseur sagte, dass er nach Resident Evil wahrscheinlich Filme zu bereits bestehenden Franchises meiden werde, weil er nicht ständig deren Erwartungen erfüllen möchte.
Die Frage nach einer Fortsetzung bleibt offen. Cregger hat bestätigt, dass ihm Ideen für Resident Evil 2 gekommen sind, zugleich aber erklärt, nach dem ersten Film Abstand von Franchises gewinnen zu wollen. Er hat nicht angekündigt, dass eine Fortsetzung in Arbeit ist, und auch keine Entscheidung bekannt gegeben, zur Reihe zurückzukehren. Seine Haltung bringt die Formel „Sag niemals nie“ auf den Punkt: Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, konkrete Pläne, einen Zeitrahmen oder eine Bestätigung seiner Beteiligung gibt es bislang jedoch nicht.
Creggers nächstes Projekt ist der Originalfilm The Flood
Vorerst richtet sich die Aufmerksamkeit auf das nächste Projekt des Regisseurs: The Flood. Es handelt sich um einen Science-Fiction-Thriller, den Cregger schreibt, produziert und inszeniert; die Hauptrolle soll Jennifer Lawrence übernehmen, bekannt aus Die Tribute von Panem. Der Kinostart ist für den 11. August 2028 angesetzt. Anders als Resident Evil wird The Flood als Originalfilm beschrieben und ist damit derzeit Creggers angekündigter Schritt weg von der Arbeit mit bereits bestehenden Videospielmarken.
Starke Einspielergebnisse könnten eine Rückkehr des Regisseurs zu Resident Evil für Sony attraktiv machen. Bislang ist das jedoch nur eine Vermutung und keine angekündigte Entscheidung des Studios. Kommerzieller Erfolg garantiert keine Fortsetzung und bedeutet nicht, dass Cregger bereit wäre, sie zu drehen. Zugleich hat er selbst seinen Stolz auf den Film zum Ausdruck gebracht, von Ideen für einen zweiten Teil erzählt und sein Interesse daran betont, sich von Franchises abzuwenden. Diese Aussagen deuten auf eine ambivalente Haltung hin, nicht auf einen fertigen Plan.
Das wichtigste Fazit der Geschichte ist der Unterschied zwischen den Diskussionen vor der Premiere und dem Ergebnis nach dem Kinostart. Vor dem Start ging es um die Werktreue gegenüber den Spielen und um Details der Welt, während der Film gute Kritiken erhielt, von IGN mit 8 von 10 bewertet wurde und weltweit mehr als 400 Millionen Dollar einspielte. Der Erfolg löste jedoch weder Creggers kreatives Dilemma noch klärte er die Zukunft der Reihe. Bislang betrifft der nächste bestätigte Termin in seinem Zeitplan The Flood.
Quelle: IGN



