Der alte Mann und das Meer (1952)

| Autor | Ernest Hemingway |
|---|---|
| Jahr | 1952 |
| Genre | Klassiker |
Eine Erzählung, die bewiesen hat, dass Großes fast ohne Worte geschrieben werden kann. Der alte kubanische Fischer Santiago bringt seit langem keinen Fang mehr nach Hause, geht allein aufs Meer — und fängt einen Fisch, der größer ist als sein Boot. Danach folgen Tage des Kampfes, in denen es weder einen Bösewicht noch eine Moral gibt: nur der Mensch, das Gerät, die Sonne, der Schmerz in den Händen und der Respekt vor dem Gegner. Hemingway schrieb nach seinem Eisberg-Prinzip — an der Oberfläche bleibt die Handlung, alles andere ist unter Wasser verborgen, und der Leser baut selbst weiter. Genau deshalb wird das Buch von 1952 auf verschiedene Weise interpretiert: als Parabel über Würde, als Gespräch über das Alter, als Selbstporträt des Schriftstellers, den die Kritiker begraben haben. Der Autor selbst bestand darauf, dass der alte Mann ein alter Mann ist und das Meer das Meer ist, und er hatte auf seine Weise recht: die Kraft des Textes liegt in der Wörtlichkeit. Es wird an einem Abend gelesen, bleibt jahrelang im Gedächtnis — vor allem durch den Satz, dass man einen Menschen vernichten, aber nicht besiegen kann.
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